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Isla Palma ist ein sehr kleines, knapp 2 km langes und nur ca. 300 m breites Inselchen im Archipel San Bernardo, etwa zwei Bootsstunden
südwestlich von Cartagena vor der Küste Kolumbiens gelegen. Es gibt hier ein architektonisch interessantes All-Inclusive-Hotel der “Decameron”-Kette mit 42 Zimmern. Die Insel ist nur mit dem Boot zu
erreichen und befindet sich in Privatbesitz. Die früheren Besitzer haben eine ganze Reihe exotischer Tiere auf der Insel angesiedelt. Frei fliegende Aras, Flamingos und Reiher gehören ebenso zum Erscheinungsbild
der Insel wie Affen, Rehe, Schildkröten und Leguane, denen man auf Schritt und Tritt begegnet. Es gibt Freigehege und Aquarien. Die besondere Attraktion für die Touristen ist die allabendliche Fütterung am Delphinarium.
Isla Palma ist für einen 3- bis 4-Tage-Ausflug durchaus zu empfehlen, ein längerer Aufenthalt könnte auf Grund der relativen Einschränkung der Bewegungs- freiheit in Langeweile enden, obwohl es ein für die beengten
Verhältnisse recht gutes Freizeitangebot gibt. Das Angebot reicht von geführten Rundgängen, Insel-Rundfahrten im Archipel, Schnorchel- und Tauch- Touren, Beach-Volleyball, Windsurfen bis zu Disco-Abenden. Einfach
“Seele-Baumeln-Lassen” ist natürlich ebenfalls ohne Aufpreis möglich. Für mich war naturgemäß die “Funkerei” das Wichtigste. Wir haben ein hübsches Zimmer an der Seite des Hotels mit einem ins Dach
eingelassenen und im Freien liegenden Badezimmer. Neben dem Hotel am Rande der Mangroven ist genug Platz für meine Vertical-Antenne. Die HF9V ist im Nu aufgebaut, das Hotelpersonal hilft mir beim Verlegen des
Antennenkabels über die Decke unseres Apartments. Die Erdverhältnisse sind ausgezeichnet, ich verzichte sogar auf die Radials, weil sie sich in dem Morast ohnehin nicht verlegen lassen. Die ersten QSOs
stehen schnell im Log und - obwohl die Bedingungen nicht gerade berauschend sind, läuft es sehr gut. Die Frequenzen sind absolut sauber, außer dem zeitweiligen, mittlerweile schon fast gewohnten “Police-QRM” keine
Nebengeräusche. Leider kann ich erst am nächsten Morgen mit der Hotelleitung über einen größeren Tisch verhandeln und muss die Nacht über mit dem Laptop auf der Couch vor mir vorlieb nehmen. Ich komme am nächsten
Morgen erst nach mehreren Fehlversuchen aus meiner unbequemen, gebückten Haltung hoch und brauche eine halbe Ewigkeit, bis ich “aus dem Kreuz komme”. Am Morgen steht die HF9VX mitten im etwa 15 cm tiefen Wasser. Ich
hatte den Gezeitenhub, der natürlich auch in den Mangroven auftritt, nicht einkalkuliert. Glücklicherweise liegt der Speisepunkt der Antenne noch etwa 2 cm über der Wasseroberfläche. Trotz der eingesetzten
minimalistischen Ausrüstung und der mäßigen Ausbreitungsbedingungen werden mir von vielen Seiten brauchbare Signalstärken bescheinigt. Die Pileups halten die ganze Zeit an. Es handelt sich wohl auch erst um die
zweite Aktivierung von SA-078. Ich habe nach gut drei Tagen 3877 QSOs im Log, davon immerhin 400 auf 80m. Über Cartagena, wo wir uns am Abend noch mit Pedro, HK1HHX, treffen, geht es am nächsten Morgen mit
einem weiteren kurzen Zwischenstropp in San Andrés, wo uns Abel, HK0VGJ, auf dem Flugplatz besucht, nach Providencia Island.
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